Das Haus Boboy

Mein Besuch im Haus Boboy

von Dr. Elisabeth Mukuna.

Nachdem ich mich am zweiten Tag meiner Reise langsam an das Klima und die Umgebung gewöhnt hatte, besuchten Angehörige meiner Familie unsere Unterkunft. Nun waren wir versammelt: meine Schwester und Mutter sowie meine beiden Cousins Sammy und Potier. Albert, der sich im Vorfeld um viele organisatorische Dinge gekümmert hatte, sollte uns zum Haus Boboy im Stadtteil Ngiri-Ngiri begleiten.
Der Weg dorthin war zunächst mit einigen Hindernissen und schwierigen Straßenverhältnissen verbunden, die wir jedoch meisterten. Einen Abend zuvor hatte es einen heftigen Regenschauer gegeben, der die nicht asphaltierten Straßen in reine Schlammwege umwandelte.

Der Empfang durch die Betreuerin Brigitte und die Kinder verlief sehr herzlich. 15 Kinder waren insgesamt vor Ort. Zu Beginn stellten sich alle mit Namen und Alter vor. Sie machten auf mich einen sehr positiven und aufgeweckten Eindruck. Bei vielen Europäern herrscht oft die Meinung, dass Armut direkt mit täglicher Trauer verbunden ist, was in der Realität oft nicht zu bestätigen ist. Das wenige, was sie haben, ist ihnen sehr viel Wert. Auch unsere Geschenke: Knete, Kreide und T-Shirts. Das Glück in ihren Gesichtern war wirklich spürbar. Dies hat in mir eine wahre und tiefe Freude hervorgerufen. Hinzu kam, dass keine Berührungsängste herrschten, unabhängig vom Alter des Kindes. Sie waren offen und erzählten mit einer sehr großen Freude.

Nachdem ich mir das Haus und die Umgebung angeschaut hatte, setzten die Erwachsenen sich zusammen, um (auf Französisch) die aktuelle Situation zu besprechen.
Die humanitären Bedingungen im Haus entsprachen leider nicht meinen Vorstellungen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir die europäischen Standards nicht als Maßstab nehmen dürfen. Dennoch sollte eine gewisse humanitäre Sicherheit und Kinderschutz gewährleistet sein. Die Wohnsituation mit ihren sanitären Anlagen und ihrer Ausstattung ist zudem leider sehr spartanisch – selbst gemessen am landesüblichen Standard.
Wir Verantwortliche haben noch einen langen Weg, um unser Ziel, nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, weiter zu verwirklichen – und dabei brauchen wir deine Hilfe! Wir arbeiten momentan noch auf der ersten Stufe der Bedürfnispyramide und müssen zunächst für ein sicheres Zuhause und eine ausgewogene Ernährung der Kinder sorgen.

Magst du helfen?
Wenn dir das Leben der Kinder ein Anliegen ist und du unsere Ziele teilt, werde Mitglied, spende und/oder unterstütze uns bei unseren Vorhaben!

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Die Straße am Haus Boboy

Die Mädels in ihremSchlafzimmer

Vier Mädchen in ihrem Schlafzimmer

Die Jungs in ihrem Schlafzimmer

Vier Jungs in ihrem Schlafzimmer

Die Essenszubereitung

Die Essenszubereitung

Kinder beim Essen (2)

Die Kinder beim Essen

Bild 1 Haus Boboy

Die Kinder mit Dr. Elisabeth Mukuna (mittig vorne)