Das Haus Boboy, Kinshasa

Die erste, die einen Abschluss hat!

In eigener Initiative haben zwei Vereinsmitglieder von Enfants avec Espoir e.V. (die Leiterin des Projektes Haus Boboy, Véronique Boboy, und Theresia Blass, ein Beiratsmitglied) beschlossen, drei ausgewählte Jugendliche aus dem Haus Boboy in Kinshasa finanziell zu unterstützen, um ihnen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen.

Die 19-jährige Niclette konnte somit eine halbjährige Ausbildung in einem Schneideratelier in Kinshasa absolvieren. Die junge Frau, die seit der Gründung des Hauses Boboy dort wohnt, hilft im Haus gerne bei der Versorgung der jüngeren Kinder mit. Ihr Wunsch, das Schneiderhandwerk zu erlernen, blieb lange unerfüllt. Im November 2015 erhielt sie dann die Gelegenheit, in einer Schneiderei unweit des Hauses ein Praktikum zu beginnen. Niclette erwies sich als so geschickt, dass die Schneidermeisterin sich bereit erklärte, sie ab März 2016 auszubilden. Neben dem Schneiderhandwerk, das sie nun fleißig erlernte, wurde sie auch im Schreiben und Lesen gefördert. Eine derartige Bildung ist für viele Kinder und Jugendliche, die auf der Straße aufgewachsen sind, nicht selbstverständlich. Niclette hat inzwischen ihre halbjährige Ausbildung erfolgreich beendet, womit sie einen staatlich anerkannten Abschluss erhielt (siehe Beitragsbild).

Die Meisterin des Ateliers war so zufrieden mit Niclette, dass sie die junge Frau weiterbeschäftigte. Letztere erhielt somit die Chance, nun für ihre Arbeit als Schneiderin entlohnt zu werden. Niclettes Traum bleibt, später einmal ein eigenes Atelier zu eröffnen und selbständig zu arbeiten. Der erste Schritt auf diesem Weg ist jedoch eine eigene Nähmaschine, die sie sich wünscht, um für sich und ihre „Geschwister“ im Haus Boboy nähen und Kleidung ausbessern zu können.

Möchtest du die Anschaffung einer Nähmaschine für Niclette finanziell unterstützen? Ein weiterer Traum würde für Niclette in Erfüllung gehen!!

 

Der nächste Abschluss steht bevor!

Foto Charlène at work

Charlène während ihrer Ausbildung in Kinshasa (2016).

Charlène, 20 Jahre, lebt wie Niclette seit Beginn des Projektes im Haus Boboy und hilft ebenso bei der Versorgung der jüngeren Kinder mit. Besonders gerne kümmert sie sich um deren Haare, macht ihnen mit viel Geschick immer wieder neue Frisuren. Ihr Wunsch, den Beruf der Friseurin und Kosmetikerin zu erlernen, begann sich Ende 2015 zu konkretisieren. In einem Friseurgeschäft in Kinshasa, das „Maman“ Brigitte für sie kontaktierte, begann sie mit einem Praktikum. Ihre Leistungen stimmten die Geschäftsinhaberin sehr zufrieden, so dass diese anbot, Charlène auszubilden. So absolviert die junge Frau in dem Schönheitsstudio seit März 2016 eine Ausbildung und kann nun ihrer Leidenschaft, Menschen zu verschönern, intensiv nachgehen. Sie lernt unter anderem Schminken, Epilieren und Frisuren machen. In einigen Wochen wird auch sie ihre Urkunde eines staatlich anerkannten Abschlusses bekommen.

Auch Jeancy wird ausgebildet!

Der 18-jährige Jeancy, dessen besonders schwierige Kindheitsgeschichte bekannt ist – er hat beide Eltern verloren –, absolviert seit März 2016 eine KFZ-Ausbildung in einer Autowerkstatt. Neben dem Fußballspiel gilt seine ganze Begeisterung diesem Beruf. Die an ein Praktikum anschließende Ausbildung ist umfangreich und der junge Mann visiert seinen Abschluss im kommenden Jahr an. Die Förderung werden die beiden o.g. Vereinsmitglieder bis dahin fortführen.

Und die anderen?

Das Ziel von Enfants avec Espoir e.V. ist es, auch die anderen Kinder und Jugendliche aus dem Haus Boboy in schulischer bzw. beruflicher Hinsicht zu unterstützen. Mit jeder Spende können wir weitere Strukturen legen und uns diesem Vorhaben ein Stückchen weiter nähern.

Die Kinder danken es Ihnen!

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