Porträt des Schriftführers

André B. stellt sich vor

Es gibt nichts Schöneres, als anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

André Luiz Ruivo Ferreira Burmann (*1989 in München) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg Wert und Äquivalent und am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Dabei promoviert er über prähistorische Figuren aus Westafrika.

Schon zu Studienzeiten beschäftigte er sich insbesondere mit archäologischen Kulturen in Afrika, so in Nigeria, Namibia und Südafrika. Zu seinen Nebenfächern zählten Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen sowie Romanistik mit Schwerpunkt Portugiesische Philologie.

Seine weiteren Interessen liegen im Ausstellungswesen, in der Museumslandschaft, im Tourismuswesen sowie in der Entwicklungszusammenarbeit. In entsprechenden Bereichen hat er bereits verschiedene Erfahrungen gesammelt – in Nebenjobs, Praktika und ehrenamtlichen Aktivitäten.

Zu seinen Hobbies zählt der Deutsch-Brasilianer Reisen, Organisieren, Hiphop, Fußball, Lesen und Zeichnen.

Seit September 2014 ist er aktives Mitglied und Schriftführer von Enfants avec Espoir e.V.

 

FÜNF FRAGEN AN ANDRÉ

Wenn sich Menschen ehrenamtlich engagieren, hört man oft: „Wir wollen etwas zurückgeben.“ Würdest du diesen Satz unterschreiben und aus welchen Erfahrungen schöpfst du diesen Willen, was zurückzugeben?

Selbstverständlich. Was dieses „etwas“ sein kann, halte ich zunächst bewusst offen, da es je nach Situation etwas ganz Unterschiedliches sein kann.

Zum einen habe auch ich relativ früh erkannt, dass nicht jeder das Privileg hat(te), eine solche Erziehung zu genießen, familiäre Geborgenheit zu erfahren, gute Schulen zu besuchen und sogar seinem Ausbildungswunsch nachzugehen. Es hängt von allerlei Faktoren ab, inwiefern dies für junge Menschen zutrifft, Faktoren die sie zumeist nicht selbst beeinflussen können.
Zum anderen durfte ich in meiner Zeit im südlichen Afrika eine Menge besonderer Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln, die mich formten und prägten. Viele der Menschen, die dazu beitrugen, hatten es im Leben nicht leicht. Sie und andere verdienen meine Anstrengung, „etwas“ zurückzugeben.

Wie bist du zu Enfants avec Espoir e.V. gekommen?

Über Kölner Freunde lernte ich Elisabeth (Dr. Elisabeth Mukuna, Vereinsvorsitzende) kennen. Uns verbanden insbesondere die Verbindungen nach Afrika und entwicklungspolitische Ansichten.
Als sie im Rahmen ihrer Geburtstagsfeier über das Heimatland ihrer Eltern, die D.R. Kongo, berichtete, stellte sie ihre Pläne und Ziele vor, die sich mit dem Ausdruck Hilfe zur Selbsthilfe umschreiben lassen. Dabei erlebte ich Elisabeth, die voller Euphorie und Leidenschaft Verwandte und Freunde von ihren Vorhaben überzeugte. Konkret ging es um die Unterstützung von Straßenkindern in Kinshasa (später unser erstes Projekt).

Ich war also von Anfang an dabei, als durch eine Umbenennung und Umstrukturierung des Vorgängervereins, von Elisabeths Vater wenige Jahre zuvor gegründet, Enfants avec Espoir e.V. entstand.

Kannst du uns kurz deine Aufgaben im Verein umschreiben?

Als aktives Mitglied im Verein habe ich seit der Umstrukturierung die Position des sogenannten Schriftführers inne. So bin ich für die schriftliche Protokollierung von Mitgliederversammlungen und Telefonkonferenzen zuständig.
Zudem verfasse ich viele unserer Texte im Internet (Webseite und facebook) – in ständigem Austausch mit meinen Kollegen. So redigiere ich zumeist auch die von ihnen veröffentlichten Texte.
Ferner bin ich als einer der Sprachrohre des Vereins ständig gewillt, den Verein nach außen zu repräsentieren und Kontakte zu knüpfen.
Langfristig gesehen würde ich darüber hinaus gerne ein eigenes Bildungs- und Kulturprojekt auf die Beine stellen.

Welche Ziele verfolgst du mit Enfants avec Espoir e.V.?

Mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen möchte ich einen Teil dazu beitragen, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Am besten ein langfristiges Lächeln. Enfants avec Espoir e.V. mit dem von uns formulierten Grundsatz ist dafür eine perfekte Plattform. Mit weltoffenen und engagierten Kollegen hier zusammenzuarbeiten, ist ein Geschenk. So können Kräfte leichter potenziert und Ideen besser umgesetzt werden.
Konkret möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass der Verein stetig wächst; was Mitgliederzahlen und Spender, aber auch was Projekte angeht. Dabei soll ständig darauf geachtet werden, dass Versprechen eingehalten und unsere Möglichkeiten als junger und kleiner Verein stets realistisch eingeschätzt und nicht überschätzt werden.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Das ist bei meiner Vita eine tatsächlich schwierige Frage, schwer vorherzusehen. Ich bin selbst gespannt, welches Umfeld, besser gesagt welche Umfelder ich aufgebaut habe und welche Projekte ich mitgestalte.
Da hoffe ich zum einen, dass ich meinem Studienfach, nach meiner Promotion, in welcher Form auch immer verbunden bleibe.
Wichtig wäre mir jedoch, dass ich mit dem, was ich mache, Menschen informieren und begeistern kann. Am liebsten in der Öffentlichkeitsarbeit von kulturellen Einrichtungen.
Ebenso möchte ich mich weiterhin für andere Menschen einsetzen und im Bereich des Möglichen, am liebsten bei Enfants avec Espoir e.V., Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dabei würde ich gerne mindestens ein eigenes Projekt betreuen.